Phyllium siccifolium

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Phyllium siccifolium (Wandelndes Blatt)
Phyllium siccifolium
Verbreitungsgebiet Philippinen, China, Malaysia, Indien
Größe: Männchen: 5,5-6,8 cm

Weibchen: 6,5-9,8 cm

Alter Ø: 1-1,5 Jahre

Inhaltsverzeichnis

Aussehen

Phyllium siccifolium

Beschreibung

Diese Phasmiden haben eine besondere Tarnung entwickelt, indem sie in ihrer Form und Farbe grünes Blattwerk imitieren. Auch die Eier erinnern durch ihre skurrile Form eher an Pflanzensamen.

Geschlechtsunterschiede

Die Weibchen werden größer und auch breiter. Die Männchen sind schmaler, haben lange Fühler und können im Gegensatz zu den Weibchen auch fliegen - vergleichbar mit einer fliegenden Heuschrecke.

Natürlicher Lebensraum

Klimadiagramm Manila Bild:Klimadiagramm-Manila.JPG

Terrarium

Terrarium für Phyllium siccifolium

Größe

  • gesetzl. vorgeschr. Mindestmaß

20x20x30cm

  • empfohlene Größe

min. 20x20x40cm für max. 4 adulte Tiere

Einrichtung

Die Einrichtung kann vernachlässigt werden. Als Bodengrund hat sich Küchenpapier bewährt, da man dieses einfach mit dem Kot entsorgen kann. Für die Futterpflanzen empfiehlt sich ein Einmachglas mit Löchern im Deckel, in welches man die Zweige stellen kann. Dadurch besteht keine Gefahr, dass die Tiere in das Wasser fallen.

Bepflanzung

Als Bepflanzung empfehlen sich alle angeführten Futterpflanzen (s. Futter/Nahrung).

Klima (Sommer/Winter)

  • Temperatur

22 - 27°C

  • Luftfeuchtigkeit

70 - 90%

Technik

Da die Tiere kein UV-Licht benötigen reicht ein kleiner Wärmespot (z.B. Halogen) zur Wärmeversorgung aus. Dieser sollte am besten außerhalb des Terrariums angebracht werden, damit sich die Tiere nicht daran verbrennen können.


Futter

Nahrung

Brombeer-, Eiche- und Guaveblätter sowie Golliwoog

Fütterung

Sobald die Futterpflanzen verspeist sind (ca. alle 14 Tage) sollte für neues Futter gesorgt werden.

Besonderheiten

Die Weibchen können auch ohne Männchen befruchtete Eier produzieren (Parthenogenese). Die daraus schlüpfenden Jungtiere sind Klone ihrer Mutter, womit sich so keine Männchen entwickeln können. Damit sich auch männlicher Nachwuchs entwickelt, ist also eine Verpaarung von Männchen und Weibchen nötig.


Gesetzliche Bestimmungen

Diese Art ist keinen gesetzlichen Schutzbestimmungen unterstellt.

Tipps und Tricks

sollte wandelnde Blätter nicht mit anderen Phasmiden vergesellschaften, da sie evtl. angefressen werden können.

Zucht

Paarung Phyllium siccifolium

Fortpflanzung

Geschlechtlich, sowie auch parthenogenetisch (Jungfernzeugung). Das Männchen steigt auf den Rücken des Weibchens und schieb sein Abdomen unter das des Weibchens und überträgt so die Spermatophoren (Samenpakete).

Eiablage o.ä.

Die Eier werden einfach fallen gelassen bzw. werden geschmissen.


Inkubation/Zeitigung

Je nach Inkubationstemperatur schlüpfen nach ca. 4 Monaten die ersten Jungtiere. Es ist wichtig, dass die Eier immer schön feucht gehalten werden (aber ohne Schimmelbildung). Am besten werden die Eier in einer Kunststoffdose auf feuchtem Sand gebettet. Man erkennt gut an der Form der Eier, ob diese genügend Feuchtigkeit haben, denn gut feucht gehaltene Eier breiten gleich feine Härchen aus - zu trockene Eier bleiben zusammengepappt. Die frisch geschlüpften Jungtiere sehen sofort aus wie Miniaturen der ausgewachsenen Tiere. Bis diese ausgewachsen sind, durchlaufen sie mehrere Nymphenstadien. Mit jeder Häutung steigen sie ein Stadium weiter auf. Weibchen brauchen 8, Männchen 6 Häutungen bis sie adult sind. Man bezeichnet die Stadien L1 - L7 bzw. L9 (korrekter wäre jedoch N1 - N7/N9 da es ja keine Larvestadien sondern Nymphenstadien sind).

Aufzucht der Jungtiere

Den Jungtieren sollte Eichenlaub oder Brombeerblätter mit abgeschnittenen Blatträndern (für Jungtiere sonst zu hart) als Futter angeboten werden. Die Jungtiere brauchen zu Anfang viel Feuchtigkeit, da solch kleine Tiere schnell austrocknen können.

persönliche Erfahrungen

Wandelnde Blätter eignen sich gut für Terraristikeinsteiger oder auch Kinder (ab 8-10 Jahren). Durch ihre geringen Ansprüche und Kosten sind sie äußerst einfache Pfleglinge.

Persönliche Werkzeuge